Arthrose im Herbst bei Pferd und Hund: So unterstützt du deine Tiere richtig
Wenn die Tage kürzer werden und es morgens feucht und kalt ist, zeigen viele Tiere ihre Arthrose deutlicher. Der Hund steht langsamer aus dem Körbchen auf. Das Pferd braucht länger, bis es im Schritt locker wird. Was im Sommer noch gut lief, wirkt im Herbst plötzlich steif, vorsichtig oder schmerzhaft.
Das liegt nicht an „Einbildung“ und auch nicht nur am Alter.
Arthrose im Herbst bei Pferd und Hund: So unterstützt du deine Tiere richtig:
Kälte, Nässe, weniger Bewegung und rutschige Böden können arthrotische Gelenke stärker belasten. Gerade Pferde und Hunde profitieren jetzt von einer angepassten Routine, die Wärme, Bewegung, Gewicht, Fütterung, naturheilkundliche Prävention und gegebenfalls tierärztliche Behandlung sinnvoll verbindet.
Dieser Beitrag ersetzt keine tierärztliche Diagnose. Er hilft dabei, typische Herbstprobleme bei Arthrose besser einzuordnen und die tägliche Unterstützung gezielter zu planen.

Warum Arthrose bei Pferd und Hund im Herbst oft stärker auffällt
Arthrose ist eine chronische Gelenkerkrankung. Dabei verändert sich der Gelenkknorpel und löst sich langsam auf, Knochen beginnt auf Knochen zu reiben und lässt schmerzhafte Entzündungen entstehen. Auch umliegende Strukturen wie Kapsel, Bänder und Muskulatur reagieren und verändern sich. Die Erkrankung verschwindet nicht wieder. Trotzdem lässt sich der Alltag vieler Tiere deutlich verbessern, wenn Belastung und Versorgung stimmen.
Im Herbst kommen mehrere Faktoren zusammen:
Kühle Temperaturen
Muskulatur und Bindegewebe fühlen sich bei Kälte oft fester an. Viele Tiere brauchen länger, bis sie „warm“ laufen.
Feuchtigkeit und Wind
Nasse Decken, kalter Boden oder Zugluft können Verspannungen fördern. Besonders ältere Tiere reagieren darauf sensibel.
Weniger freie Bewegung
Kürzere Tage, matschige Ausläufe und glatte Wege führen oft dazu, dass Hund und Pferd weniger gleichmäßig aktiv sind.
Rutschige Untergründe
Ausgleichsbewegungen auf Matsch, Laub oder nassem Asphalt belasten Gelenke zusätzlich.
Gewichtszunahme nach dem Sommer
Weniger Aktivität und energiereiches Futter können schnell ein paar Kilo mehr bedeuten. Jedes zusätzliche Kilo erhöht den Druck auf schmerzende Gelenke.
Typisch ist, dass Tiere nach Ruhephasen steif wirken, sich nach einigen Minuten aber besser bewegen. Das typische "Einlaufen" kann bei Hund und Pferd gleichermaßen beobachtet werden. Manche Tiere laufen auch zu Beginn recht gut und verschlechtern sich je nach Dauer und Itensität der Bewegung. Sie werden beispielsweise kurztrittig, unwillig oder lahm. Dies hängt ganz von dem Schweregrad und Ort der Arthrose ab, sollte aber in jedem Fall ernst genommen werden.
Frühe Anzeichen bei Hund und Pferd erkennen
Arthrose zeigt sich selten von heute auf morgen. Häufig verändern sich Verhalten und Bewegungsablauf schleichend. Aber gerade in der kälteren Jahreszeit werden die Zeichen häufig offensichtlicher.
Beim Hund fallen oft Alltagsprobleme auf
Viele Hunde mit Arthrose vermeiden Bewegungen, die früher selbstverständlich waren. Sie springen nicht mehr gern ins Auto, zögern an Treppen oder legen sich beim Spaziergang häufiger hin. Manche wirken morgens missmutig, suchen mehr Wärme oder lecken wiederholt an einem Gelenk.
Mögliche Hinweise sind:
langsames Aufstehen nach dem Schlafen
steifer Gang in den ersten Minuten
Humpeln nach längeren Spaziergängen
weniger Spielfreude
Unruhe in der Nacht
Berührungsempfindlichkeit besonders an Rücken, Hüfte, Knie oder Ellenbogen, Pfoten
veränderte Körperhaltung beim Kotabsatz oder beim Fressen
Auch Verhaltensänderungen gehören dazu. Ein Hund, der wegen Schmerzen gereizter reagiert, „stur“ wirkt oder sich zurückzieht, braucht keine strengere Erziehung, sondern eine gesundheitliche Abklärung.
Beim Pferd zeigen sich oft feine Veränderungen
Pferde sind Meister darin, Schmerzen zu verbergen. Bei Arthrose treten anfangs oft kleine Signale auf: ein kürzerer Tritt, Widerstand beim Stellen, Schwierigkeiten in Wendungen oder ein längeres Einlaufen. Manche Pferde stolpern häufiger oder mögen bergab nicht mehr gern gehen.
Achte besonders auf:
Taktunreinheiten im Schritt oder Trab
Steifheit nach dem Stehen
Probleme beim Hufegeben
Widerwillen beim Satteln oder Aufsteigen
kürzere Bewegungen in engen Wendungen
weniger Schub aus der Hinterhand
Schwellungen oder Wärme an Gelenken
veränderte Mimik, gespannter Rücken oder Schweifschlagen
Abwehrverhalten bei Berührung
Bei Pferden lohnt sich zusätzlich der Blick auf Hufe, Beschlag oder Hufbearbeitung. Schon kleine Veränderungen im Abrollpunkt können arthrotische Gelenke beeinflussen.

Bewegung bleibt wichtig, aber sie muss gut dosiert sein, so unterstützt du deine Tiere richtig
Bei Arthrose ist Schonung nur selten die beste Antwort. Gelenke brauchen moderate, regelmäßige Bewegung. Sie unterstützt die Durchblutung, erhält Muskulatur und hilft, die Gelenkflüssigkeit zu verteilen. Entscheidend ist das richtige Maß.
Ein guter Grundsatz lautet: lieber häufig und ruhig als selten und heftig.
Arthrose im Herbst bei Pferd und Hund: So unterstützt du deine Tiere richtig
So sieht sinnvolle Bewegung beim Hund aus
Viele Hunde profitieren im Herbst von mehreren kürzeren Spaziergängen statt einer langen Runde. Das gilt besonders bei Nässe, Kälte oder glattem Boden. Gleichmäßiges Gehen im ruhigen Tempo belastet die Gelenke meist weniger als wildes Rennen, Stoppspiele oder enge Wendungen.
Gut geeignet sind:
ruhige Spaziergänge auf sicherem Untergrund
leichte Suchspiele im Gras oder im Haus
langsames Bergaufgehen, wenn der Hund es gut verträgt
Schwimmen oder Unterwasserlaufband
Weniger günstig sind abrupte Belastungen. Dazu zählen Ballwerfen, Frisbee, Sprünge aus dem Auto, Toben auf glattem Boden oder lange Wanderungen ohne Aufbau.
Im Haus helfen kleine Änderungen sofort. Teppiche auf glatten Böden, eine Rampe fürs Auto und ein gut gepolsterter, warmer Liegeplatz entlasten die Gelenke im Alltag. Auch ein leicht erhöhter Futter und Wassernapf kann je nach Ort der Arthrose sinnvoll sein. Bei den Teppichen unbedingt darauf achten, das sie nicht hin und her rutschen können.
So bleibt dein Pferd im Herbst beweglich
Gerade Pferde mit Arthrose brauchen Bewegung. Als geborene Lauftiere ist die freie Bewegung wichtiger Bestandteil der Gesundheit und Vorbeugung eines Arthrose Schubs. Lange Standzeiten verschlechtern oft die Steifheit. Ideal ist ein Tagesablauf mit möglichst viel freier, ruhiger Bewegung.
Das kann bedeuten:
täglicher Weidegang oder Paddockzeit auf sicherem Boden
längere Schrittphasen vor und nach der Arbeit
Training ohne enge Wendungen
mehr gerade Linien und große Bögen
Gymnastik in kleinen, gut verträglichen Einheiten
angepasste Arbeit im Gelände auf trittsicheren Wegen
Bei dem Maß der Bewegung kommt es immer auf die Ausprägung und den Ort der Arthrose an.
Bei nasskaltem Wetter ist der Boden entscheidend. Tiefer Matsch ermüdet die Muskulatur und kann Sehnen und Gelenke belasten. Nasses Laub auf Asphalt ist rutschig. Gefrorene Spurrillen stellen im Spätherbst ein echtes Risiko dar.
Sehr harter Paddock Bereich kann für manche Arthrose Pferde durch die Stauchung ein Problem darstellen.
Für viele Pferde ist ein längeres Aufwärmen im Schritt hilfreich. Schon zwanzig Minuten zum aufwärmen ruhige Bewegung können einen großen Unterschied machen, je nach Zustand, Alter und Diagnose. Bei akuter Lahmheit gehört das Pferd nicht ins Training, sondern in fachliche Hände.
Wärme, Liegeplätze und Stallmanagement helfen im Alltag
Wärme heilt Arthrose nicht, sie kann aber Verspannungen lösen und das Wohlbefinden steigern. Gerade im Herbst geht es darum, Auskühlen zu vermeiden und nasse, zugige Ruhebereiche zu verhindern.
Die Pferde sollten die Möglichkeit haben zugfrei und trocken zu stehen. Wärme tut den Gelenken gut, aber nicht dem restlichen Pferd. Ein weich eingestreuter Stall, der trotzdem Sicherheit beim aufstehen gibt.
Wärmende Auflagen oder Salben können ebenfalls Linderung verschaffen. Achtung! Darauf achten das sie nicht abgeleckt werden können und unbedenklich sind.
Wärmegamaschen und Bandagen sollten wohl überlegt sein, in den meisten Fällen schaden sie eher als sie nutzen. Wird dich Durchblutung durch falsch sitzende, oder schlecht passende Gamaschen und Bandagen behindert verschlechtert sich der Zustand.
Paddock Trails und Aktiv Haltung kann sehr gut geeignet sein, allerdings sollte darauf geachtet werden ob die Pferde damit gut zurecht kommen und Laufwege gebenenfalls angepasst werden sollten.
Was deinem Hund guttut
Ein Hund mit Arthrose sollte warm, trocken und weich liegen. Das Körbchen darf nicht direkt an einer kalten Wand oder in Zugluft stehen. Orthopädische Betten können Druckstellen mindern, vor allem bei großen und älteren Hunden.
Nach Spaziergängen im Regen hilft gründliches Abtrocknen. Manche Hunde profitieren von einem gut sitzenden Mantel, besonders kurzhaarige, sehr alte oder wenig bemuskelte Tiere. Der Mantel sollte Bewegungsfreiheit lassen und nicht an Schultern oder Hüften scheuern.
Wärmekissen können angenehm sein, aber sie müssen sicher angewendet werden. Zu viel Hitze kann die Haut schädigen. Tiere mit eingeschränktem Schmerzempfinden oder eingeschränkter Beweglichkeit dürfen nie unbeaufsichtigt auf Wärmequellen liegen.
Ausrüstung wie ein Geschirr sollten sorgfältig geprüft werden. Wenn sie drücken, scheuern oder einengen verschlimmern sich Schmerzen und Verspannungen schnell. Dazu zählt auch wenn der Hund sich sehr ins Geschirr legt oder daran gezogen wird.
Auch auf die Krallenpflege sollte unbedingt geachtet werden. Zu lange oder falsch geschnittene Krallen erschweren gutes und sicheres Laufen und führen zu Schmerzen und Verspannungen.
Was deinem Pferd im Herbst hilft
Beim Pferd hängt der Bedarf stark von Haltung, Fell, Alter, Körperzustand und Training ab. Nicht jedes Pferd braucht eine Decke. Ein frierendes, nasses oder muskulär angespanntes Pferd mit Arthrose kann von passender Eindeckung aber profitieren.
Wichtig sind:
trockene Liegeflächen
Schutz vor Dauerregen und Wind
rutschfeste Wege an häufig genutzten Stellen
ausreichend Platz für freie Bewegung
saubere, gut erreichbare Futterstellen
regelmäßige Kontrolle von Rücken, Muskulatur und Gelenken
Eine nasse, schwere Decke schadet mehr, als sie nützt. Auch schlecht sitzende Decken können Druck erzeugen und Bewegungen einschränken. Gerade Pferde die bereits Probleme in der Bewegung haben, können es mit Decke noch schwerer haben aufzustehen.

Fütterung und Gewicht beeinflussen die Gelenke stark
Gewicht ist einer der wichtigsten Faktoren bei Arthrose. Ein Tier muss nicht stark übergewichtig sein, damit Gelenke zusätzlich belastet werden. Schon moderate Fettpolster können Bewegung erschweren und Entzündungsprozesse im Körper begünstigen.
Beim Hund lässt sich der Körperzustand oft gut über Rippen, Taille und Bauchlinie einschätzen. Die Rippen sollten tastbar sein, ohne dass man stark drücken muss. Von oben sollte eine Taille erkennbar sein. Von der Seite sollte der Bauch leicht ansteigen. Wenn das nicht der Fall ist, lohnt sich ein genauer Blick auf die aktuelle Fütterung.
Beim Pferd helfen Body-Condition-Scoring und ein kritischer Blick auf Halskamm, Rippenbereich, Schulter, Kruppe und Schweifansatz. Im Herbst kann Weidegras je nach Wetter und Region noch energiereich sein. Gleichzeitig sinkt die Arbeit oft. Das erhöht das Risiko für Gewichtszunahme. Ganz wichtig ist hier allerdings zwischen Übergewicht und Wassereilagerungen zu unterscheiden! Viele Pferde die im Herbst und Winter im Heu rationiert werden und kein Kraftfutter bekommen, wirken auf den ersten Blick trotzdem zu dick. Oft wird noch stärker reduziert aber die Pferde wirken trotzdem eher dicker als dünner. Ist dieser Zustand auch noch schwankend handelt es sich oft um Eiweißmangel Ödeme die nichts mit Fett zu tun haben. Meist sind auch die typischen "Husten Pferde" betroffen deren Heu gewässert oder bedampft wird wodurch noch mehr Nährstoffe verloren gehen.
Ergänzungsfuttermittel realistisch einordnen
Für Hunde und Pferde gibt es viele Produkte für Gelenke auf dem Markt. Häufig enthalten sie Stoffe wie Omega-3-Fettsäuren, Glucosamin, Chondroitin, MSM, Grünlippmuschel, Kollagen oder Kräuter. Leider aber auch eine Unmenge an Füllstoffen und Stoffwechsel belastenden Inhaltsstoffen. Langfristig schaden sie den Tieren mehr als sie nutzen und kosten Unmengen von Geld. Versteckter Zucker und E Nummern heizen Entzündungen zudem erst recht an. Wenn du eine wirklich individuell angepasste Kräuter/Pilz Mischung für dein Tier suchst oder wissen möchtest wie eine Antienzündliche Fütterung aussieht melde dich gerne bei mir. Nach ausführlicher Aufnahme erstelle ich deinem Tier genau die passende Mischung und Futterration.
Wichtig ist eine realistische Sicht: Futteranpassung und Kräutermischungen ersetzen keine Schmerztherapie, keine Gewichtsreduktion und keine passende Bewegung. Sie können Teil eines Gesamtplans sein.
Vor allem bei Kräutern, mehreren Präparaten gleichzeitig, Vorerkrankungen oder Medikamenten sollte unbedingt ein Therapeut oder ein Tierarzt mit einbezogen werden. Das gilt besonders für alte Tiere, Pferde mit Stoffwechselproblemen und Hunde mit Leber-, Nieren- oder Magen-Darm-Erkrankungen.
Schmerzmittel nicht auf eigene Faust geben
Schmerzmittel für Menschen sind für Tiere gefährlich. Manche Wirkstoffe können bei Hund oder Pferd schwere Nebenwirkungen auslösen. Auch frei erhältliche Mittel sind nicht automatisch sicher und nicht für Tiere geeignet.
Wenn ein Tier Schmerzen zeigt, braucht es eine fachliche Einschätzung. Moderne Arthrosebehandlung kann aus mehreren Bausteinen bestehen: Prävention, naturheilkundliche Mittel, passende Schmerzmittel, Entzündungshemmung, Physiotherapie, Akupunktur, Osteopathie, Gewichtsmanagement und gut versorgende Fütterung, Huf- oder Pfotenpflege, Training und Anpassungen im Alltag. Die besten Erfolge werden bei einem guten Zusammenspiel aller Faktoren erziehlt.
Pflege, Hufe, Pfoten und Physiotherapie nicht unterschätzen
Arthrose betrifft nicht nur das Gelenk selbst. Der ganze Körper gleicht Schmerzen aus. Dadurch entstehen Verspannungen, Fehlbelastungen und neue Problemzonen. Regelmäßige Pflege macht solche Veränderungen früher sichtbar.
Beim Hund verdienen Krallen besondere Aufmerksamkeit. Zu lange Krallen verändern die Pfotenstellung und können den Gang verschlechtern. Fell zwischen den Ballen kann auf glatten Böden rutschen. Pfotenbalsam (lässt sich günstig, natürlich und einfach selbst herstellen siehe Rezept) hilft bei trockener, gereizter Haut, ersetzt aber keine Kontrolle von Verletzungen oder Entzündungen.
Ein Hunde Friseur kümmert sich um das Fell an den Pfoten und zwischen den Ballen wenn du selbs unsicher bist.
Rezept:
Pfoten- & Hand Balsam für Hund und Mensch
30g Fichten Harz
100ml klatgepresstes Öl
1 EL Fichtennadeln
1 EL Kiefernnadeln
1 El Lärchennadeln
15 Tropfen Propolis
30g Bienenwachs
Rapsöl eignet sich gut und hat unter anderem eine Haut regenerierende Wirkung. In diesem Balsam werden bewusst Nadeln verwendet, die auch im Winter für Kurzentschlossene zu finden sind. Lärche natürlich ausgenommen. Wahlweise kann ein selbst zubereitetes Öl verwendet werden mit passenden Heilkräutern, beispielsweise Ringelblume usw.
Außerdem kann zusätzlich ätherisches Öl eingebracht werden, allerdings ist auf die Menge und Art zu achten.
So wie im Rezept beschrieben ist auch ein ablecken durch den Hund kein Problem.
Harz und Nadeln in Öl erhitzen und 2 Stunden simmern lassen.
Durch ein Sieb oder Seidenstrumpf abseihen.
Bienenwachs dazu geben und leicht erwärmen bis er sich aufgelöst hat
Propolis einrühren und abfüllen
Achtet auf saubere Gläser zum abfüllen. Mit passenden ätherischen Ölen lässt sich auch die Seele unserer Tiere und uns selbst hervorragend unterstützen. Besonders in der dunkleren Jahreszeit eine Wohltat.
Aber Achtung! Dein Tier darf mit entscheiden welcher Duft gut ist und welcher nicht gewünscht wird.
Wenn du dir unsicher bist und gerne mal mit Unterstützung in die Herstellung eintauchen möchtest schau bei meinen geplanten Workshops vorbei. Sie sind auf Mensch und Tier ausgelegt, so kannst du es für euch beide anwenden.
Der Balsam eignet sich übrigens auch bei Pferden sehr gut für den Kronrand oder den Ballenbereich. Gerade in der matschigen Zeit wenn die Bakterien und Mikroorganismen schnell aus dem Gleichgewicht geraten.
Beim Pferd ist eine regelmäßige, fachgerechte Hufbearbeitung zentral. Ein ungünstiger Abrollpunkt, zu lange Zehen oder unpassender Beschlag können Gelenke stärker belasten. Bei Arthrose in Huf-, Fessel-, Sprung- oder Kniegelenken sollte die Hufbearbeitung eng mit dem Therapeuten oder Tierarzt abgestimmt werden.
Physiotherapie kann bei beiden Tierarten sehr wertvoll sein. Sie zielt nicht darauf ab, „mal schnell etwas einzurenken“. Gute Physiotherapie prüft Beweglichkeit, Muskulatur, Schonhaltungen und Belastbarkeit. Sie kann Übungen zeigen, die in kleinen Einheiten zu Hause oder im Stall umsetzbar sind.
Gute Muskulatur hilft die Gelenke zu stabilisieren und große Entlastung zu bringen.
Auch die Akupunktur und Osteopathie ist als Unterstützung hervorragend geeignet.
Vereinbare gerne einen Termin zur Akupunktur mit mir. Ich besuche dein Tier Zuhause im gewohnten Umfeld und halte damit das Stresslevel bewusst niedrig.
Massage, passive Bewegungsübungen, Wärmeanwendungen oder gezielter Muskelaufbau sollten zum Tier passen. Schmerzen während der Behandlung sind kein Qualitätsmerkmal. Ein Tier, das ausweicht, droht, beißt, schlägt oder erstarrt, zeigt eine Grenze. Die in jedem Fall ernst genommen werden muss.

Wann tierärztliche Hilfe dringend nötig ist
Nicht jede Steifheit ist ein Notfall. Manche Anzeichen sollten aber zeitnah abgeklärt werden, weil starke Schmerzen, Verletzungen oder andere Erkrankungen dahinterstecken können.
Suche therapeutische Hilfe oder tierärztliche Hilfe, wenn eines dieser Zeichen auftritt:
plötzliche deutliche Lahmheit
ein Tier belastet ein Bein kaum oder gar nicht
starke Schwellung, Wärme oder Schmerzreaktion am Gelenk
Fieber, Mattigkeit oder Futterverweigerung
deutliche Verschlechterung innerhalb kurzer Zeit
Schmerzäußerungen wie Jaulen, Stöhnen, Zähneknirschen oder Abwehr
neurologische Auffälligkeiten wie Wegknicken, Taumeln oder Lähmungszeichen
beim Pferd Festliegen, Koliksymptome oder starke Bewegungsunlust
Auch eine schleichende Verschlechterung verdient Aufmerksamkeit. Wenn Spaziergänge immer kürzer werden, das Pferd oder der Hund länger einlaufen muss oder Schmerzmittel häufiger nötig sind, sollte der Behandlungsplan überprüft werden.
Ein guter Herbstplan ist einfach und konsequent
Arthrose im Herbst bei Pferd und Hund lässt sich am besten mit kleinen, verlässlichen Maßnahmen begleiten. Es geht nicht um Perfektion. Es geht um passende Routinen, die Schmerzen senken, Beweglichkeit erhalten und Überlastung vermeiden.
Ein sinnvoller Plan umfasst:
tägliche, ruhige Bewegung in angepasster Länge
warme Liegeflächen und trockene Ruheplätze
rutschfeste Böden und sichere Wege
Kontrolle von Gewicht und Fütterung
regelmäßige Huf- und Pfotenpflege
fachlich abgestimmte Schmerztherapie
Physiotherapie, Osteopathie, Akupunktur, gezielte Übungen
genaue Beobachtung von Verhalten und Gangbild
angepasste Fütterung
Weniger ist mehr...nicht zu viele verschieden Mittel und Behandlungen die nicht ineinander greifen
Ein einfaches Bewegungs- und Schmerzprotokoll kann helfen. Notieren Sie kurz, wie Ihr Tier morgens aufsteht, wie es sich nach Bewegung zeigt, welches Wetter herrscht und ob Medikamente oder Ergänzungen gegeben wurden. Nach einigen Wochen werden Muster sichtbar. Diese Informationen sind auch für die Therapeuten und den Tierarzt nützlich.
Der Herbst muss für Tiere mit Arthrose keine schlechte Jahreszeit sein. Mit Wärme, Maß, sicheren Böden und einem wachen Blick lässt sich viel erreichen. Wer frühe Warnzeichen ernst nimmt und die Behandlung regelmäßig anpasst, gibt Pferd und Hund die beste Chance auf einen beweglichen, möglichst schmerzarmen Herbst.
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